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Sheddach-Attrappe

In Nachtscheinanlagen mussten u. A. Fabrikhallen nachgebildet werden. Hierzu bediente man sich einfacher Konstruktionen, mit denen man - mit Hilfe entsprechender Beleuchtung - schlecht verdunkelte Sheddächer simulierte (Beispiel des Sheddaches einer Fabrik in Wuppertal siehe unten).

 

Das hier nachgebaute Einzel-Element entspricht dem Täuschungsgerät Nr. 3 aus dem Katalog der Täuschungsgeräte der Vorschrift Bau- und Betriebsgrundsätze für Scheinanlagen von 1943, der so genannten Einseitigen Schein-Leuchtwand (Bauzeichnung und Beschreibung siehe unten). Eine Dachattrappe wurde aus etwa 15 – 20 oder mehr solcher Elemente zusammengestellt, wie die unten links abgebildete Original-Luftaufnahme vom Rottberg sowie die Anordnungsskizzen zeigen. Jedes Element wurde mit einer einzelnen Lampe schräg von oben schwach angestrahlt, hierzu wurde die so genannte Schein-Richtleuchte verwendet, ebenfalls im Katalog der Täuschungsgeräte in der o. g. Vorschrift definiert.

 

Es ist anzunehmen, dass die am Rottberg verwendeten Sheddach-Elemente zumindest ähnlich dem hier gezeigten Element waren. Bei genauer Auswertung der historischen Luftaufnahmen lassen sich hier etwa 500 bis 600 solcher Elemente zählen.

Nach Originalplänen rekonstruierte einseitige S-Leuchtwand (Einzelelement) mit zugehöriger Leuchte.

Bauplan der einseitigen S-Leuchtwand aus den "Bau- und Betriebsgrundsätzen für Scheinanlagen" von November 1942.

Legende zum Bauplan der einseitigen S-Leuchtwand aus den "Bau- und Betriebsgrundsätzen für Scheinanlagen" von November 1942.

Rekonstruktion der Anordnung der Dachelemente-Attrappen zu einem Sheddach.

Original am Rottberg (Kriegsluftbild 1944) im Vergleich.

Ein historisches Sheddach einer Fabrikhalle in Wuppertal.

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© Arbeitsgruppe "Kruppsche Nachtscheinanlage" der ehrenamtlichen Mitarbeiter im LVR - Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland